Der "bestimmungsgemäße Betrieb" ist das Mindesthaltbarkeitsdatum von Trinkwasser

Wie auf der Mitgliederversammlung am 25.11.2015 angekündigt, hat der Fachverband einen Endverbrauch-Flyer zum Thema der „Betreiberpflichten" erstellt. Er wurde auf dem Führungsseminar in Bad Lauterberg vorgestellt und steht nun allen Innungs-Fachbetrieben zur freien Nutzung zur Verfügung.

Die Grundlagen der Betreiberpflichten gehen aus der Trinkwasserverordnung, der AVBWasserV sowie den weiteren anerkannten Regeln der Technik (DIN EN 806 / DIN 1988) hervor. Oftmals ist es aber das Problem, dass der Anlagenbetreiber einer Trinkwasserinstallation sich über seine Pflichten nicht bewusst ist bzw. öfters erneut darauf hingewiesen werden muss. Auch eine Trinkwasserinstallation muss in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um den einwandfreien technischen und hygienisch unbedenklichen Betrieb gegenüber Dritter zu gewährleisten. Hierfür haben wir mit kurzen und prägnanten Worten einen Endverbraucher-Flyer entworfen, um bei der Kundschaft dessen Pflichten erneut ins Bewusstsein zu rufen.

Analog zu Nahrungsmitteln könnte man sich die Leitung, mit dem das Trinkwasser zu den Entnahmearmaturen gelangt, als Verpackung, zum Beispiel als „Tetrapack" vorstellen. Auf jeder Ware des täglichen Bedarfs gibt es ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindesthaltbarkeitsdatum, welches mit den „bestimmungsgemäßen Betrieb" vergleichbar ist. Der „bestimmungsgemäßen Betrieb" ist das Mindesthaltbarkeitsdatum des Trinkwassers!

Warum sollte das Trinkwasser in vielen stagnierenden Leitungsabschnitten länger „stehen", als in einem „Tetrapack" mit Apfelsaft oder Milch? Ferner besitzt der Verbraucher bei Trinkwasser höhere Anforderungen, als bei einem Apfelsaft, da die Kontrolle der Sensorik – Trinkwasser sollte farblos, kühl sowie geruchlich und geschmacklich einwandfrei und neutral sein - für den Konsumenten recht leicht ist.